Was sind Quick Wins?

Robotic Process Automation, RPA-Lösungen, die schnell implementiert werden und schnell Renditen erzielen, werden als Quick Wins bezeichnet. Sie weisen eine geringe Komplexität bei gleichzeitig hohem Nutzenpotenzial auf. Automatisierungsprojekte mit geringer Komplexität können einfach implementiert werden und erfordern anschließend keine größeren Anpassungen. Einige Projekte von mittlerer Komplexität können noch immer als Quick Wins definiert werden, bei welchen Datenübertragungen zwischen Anwendungen erforderlich sind oder diese auf einer Citrix-Umgebung laufen.[1]

ROI Quick Wins for Process Automation
Quick Wins in Process Assessment Matrix

In Bezug auf die oben dargestellte Prozessbewertungsmatrix können Quick Wins entweder von geringer oder mittlerer Komplexität sein. Wenn ihre Komplexität gering ist, können die Vorteile von mittlerer Größe sein, während ein Prozess mittlerer Komplexität hohe Vorteile bringen muss, um als Quick Win für die Priorisierung der Automatisierung angesehen zu werden. Die Entwicklung dauert in der Regel zwischen 1 und 2 Wochen. Nachfolgend finden Sie zwei Anwendungsfälle zur Veranschaulichung von Quick Win-Automatisierungsprojekten. Während die Rechnungsverarbeitung recht einfach ist, beinhaltet der KYC-Prozess (Know Your Customer) komplexere Teile, kann jedoch in verschiedene Verfahren unterteilt werden, bei welchen Quick Wins leichter identifiziert werden können.

Rechnungsbearbeitung

Dies ist eine der häufigsten Möglichkeiten, um schnelle Gewinne mit RPA im Finanzwesen zu erzielen.

  • Der Roboter entnimmt die benötigten Rechnungen aus einer E-Mail oder einem Ordner.
  • Anschließend liest es die notwendigen Informationen aus den Dateien aus und aktualisiert die Informationen im ERP-System.
  • Nun verifiziert es die Details anhand von Informationen aus Datenbanken, z.B. Herstellerinformationen. 
  • Abschließend bestätigt das System die erfolgreiche Rechnungsbearbeitung.

KYC Prozessautomatisierung

Bankinstitute müssen für ihr Geschäft oft spezifische regulatorische Auflagen einhalten. Der KYC-Prozess ist ein solches Beispiel. Er stellt einen anstrengenden Prozess für Banken dar, und sollten Anforderungen nicht fristgerecht erfüllt werden, müssen Banken ihre Kunden wieder off-boarden. Neben den strengen Fristen ist es auch kostspielig – laut Thomas Reuter gibt die durchschnittliche Bank etwa 52 Millionen Dollar pro Jahr für die Einhaltung von KYC-Prozessen aus.

Viele Aktivitäten, die in einem KYC durchgeführt werden, können jedoch automatisiert werden. Dazu gehören: 

Einrichten von Kundendaten

Kundendaten, die manuell aus gescannten Dokumenten eingegeben werden, werden automatisch in Customer-Relationship-Management (CRM)-Systeme eingegeben, z.B. durch OCR-Technologie.

Sammlung und Validierung von Informationen

Während des Onboarding-Prozesses (und dann wieder in regelmäßigen Abständen) müssen vom Kunden Daten bezogen werden, die in Papierform oder digital als PDF vorliegen. Diese Informationen können von einem Roboter verarbeitet und konsolidiert werden. In einigen Fällen ist sogar eine Validierung möglich, indem auf Datenbanken zugegriffen und die erforderlichen Daten extrahiert werden.

Datenkonsolidierung

Informationen, die in separate Systeme eingegeben werden, wie z.B. Sparkonto, Brokerage, etc., können zu einem einzigen System zusammengefasst werden, um einen umfassenden Überblick zu erhalten.

Screening

Eine integrierte KI – RPA-Lösung kann online nach negativen Nachrichten suchen, die zu einer Disqualifikation des Kunden führen würden.

 

Wir gestalten Ihre Prozesse zukunftssicher.

Always at your side

 

Leave a comment