Intelligente Prozessautomatisierung heute und morgen: Das ist die Zukunft von RPA

Robotic Process Automation verändert bereits heute die Bearbeitung von Standardaufgaben im Unternehmensalltag. Wir erklären, warum die Bedeutung von RPA in der Zukunft weiter steigen wird und wie Unternehmen bereits heute von der Automatisierungstechnologie profitieren.


RPA: Das ist der Stand 2021

Robotic Process Automation findet heute bereits in vielen Unternehmen in der ein oder anderen Weise Anwendung. Die Entwicklung verläuft rasant – das ist der Stand von RPA-Software 2021:

  • Laut einer PwC-Studie setzen 54 Prozent der Unternehmen RPA-Technologie ein, nach einer Deloitte-Studie sind es sogar 87 %
  • Mehr als die Hälfte der anderen Unternehmen, hat sich nicht mit der Technologie auseinandergesetzt
  • Ein Drittel will laut PwC mittelfristig RPA einsetzen, um Prozesse zu automatisieren
  • In einer anderen Studie stufen immerhin 20 % der Unternehmen RPA als irrelevant ein
  • Deloitte kam zu dem Ergebnis, dass die befragten Unternehmen eine Kostensenkung von 24 % erwarten

6 Gründe, weshalb der Siegeszug von RPA unaufhaltsam ist

Auch wenn ein Teil der Unternehmen heute noch glaubt, dass RPA nicht relevant für sie sei, wird sich mittelfristig kein Unternehmen der Automatisierungstechnologie versperren können.

1. RPA ist ein Wachstumsmarkt:

Gartner kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass der Markt für RPA-Software der am schnellsten wachsende Markt auf dem Markt für Business Software ist. Seit 2 Jahren verzeichnen Unternehmen Wachstumsraten von über 60 %. Der restliche Markt wuchs gleichzeitig nur um 13 %:

2. Bessere Bedingungen durch verstärkte Investitionen in digitale Infrastruktur

Die COVID-19-Pandemie wirkte in dieser Hinsicht als Brandbeschleuniger. Der Lockdown stellte einerseits die digitale Infrastruktur von Unternehmen auf der ganzen Welt auf die Probe. Viele Unternehmen tätigen Investitionen in die Infrastruktur. Dadurch ergeben sich auch neue Möglichkeiten im Bereich der Automatisierung. Wer zum Beispiel ein ERP-System eingeführt hat, um Informationsaustausch und Kommunikation in der virtuellen Zusammenarbeit zu gewährleisten, verfügt nun auch über den technischen Rahmen, um weitgehende Prozessautomatisierungen zu implementieren.

3. Pandemiebedingte Investitionen in RPA-Technologie

Gleichzeitig stiegen auch die Investitionen in RPA-Technologien selbst, weil Unternehmen dadurch in der Lage waren, pandemie-bedingte Ausfälle zumindest teilweise zu kompensieren.

4. Großes Zukunftspotenzial

Bereits heute automatisieren Unternehmen viele Routineaufgaben. Aber die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen. Prozessautomatisierung steckt noch in den Kinderschuhen. Garner prognostiziert für die nächsten Jahre eine Verschiebung: weg von diskreten Aufgaben mit statischen Regeln hin zur Automatisierung von Wissensarbeit. Mit der Einführung und Verfeinerung von künstlicher Intelligenz sowie maschinellem Lernen wird RPA jedoch immer anspruchsvollere und komplexere Aufgaben übernehmen und so die Basis für effiziente Prozesse und datenbasierte Entscheidungen legen.

5. Einsparpotenziale durch Automatisierung

Die Ergänzung der Automatisierung durch Intelligenz wird auch zu größeren Kosteneinsparungen für Unternehmen führen. Gartner prognostiziert, dass Unternehmen, die Automatisierung und Intelligenz nutzen, ihre Betriebskosten bis 2024 um fast 30 Prozent senken werden. Aufgrund der Fortschritte, die die intelligente Automatisierung mit sich bringen wird, wird die RPA-Technologie eine immer wichtigere Rolle bei der Automatisierung und Integration aller möglichen Geschäftsprozesse spielen, um einen dauerhaften Wert für das Unternehmen zu schaffen.

6. Wachsender Druck durch Konkurrenz

Die Konkurrenz schläft nicht – das gilt auch für Automatisierungstechnologien. In dem Maße, in dem unmittelbare Wettbewerber auf RPA-Software setzen, desto eher müssen andere Unternehmen nachziehen. Denn klug implementierte Automatisierung wirkt sich stark auf die Kosten aus. Gartner rechnet bis 2024 mit einer Kostenersparnis von 30 %:

So nutzen Unternehmen bereits heute RPA-Software

Wir müssen nicht weit in die Zukunft blicken, um das Potenzial von Softwarerobotern im Unternehmenskontext zu erkennen. Das sind 2 Beispiele für den Einsatz von RPA, die Unternehmen bereits heute erfolgreich einsetzen:

Mehr Qualität in der Kundenbetreuung durch Automatisierung des Erstkontakts

In Zukunft wird der Druck von Kunden auf Unternehmen steigen. Kundenansprüche sind nicht statisch, sondern entwickeln sich mit der Wirtschaft weiter. Salesforce stellte in einer Studie fest, dass die große Mehrheit der Kunden sich heute eine individuelle, effiziente Kundenbetreuung wünschen. Durch digitale Plattformen sind sie zunehmend an einen gewissen Komfort gewöhnt.

RPA-Software kann eine Schlüsselrolle in der Befriedigung dieser neuen Bedürfnisse spielen. Das fängt bei einfachen Anwendungen wie einem Chatbot an.

Kunden erreichen sofort jemanden, während dem menschlichen Personal mehr Zeit bleibt, sich individuell den Kundenanliegen zu widmen, weil Standardaufgaben nun von einem Bot sortiert und bearbeitet werden.

Automatisiere Rechnungsbearbeitung

Auch in der Buchhaltung zeigt RPA-Software bereits heute ihr enormes Potenzial für die Senkung der Betriebskosten und der Entlastung von Mitarbeitern bei Standardaufgaben. Die automatisierte Rechnungsverarbeitung nimmt ihnen zum Beispiel den Empfang, die Bearbeitung und die Dokumentation einzelner Rechnungen ab:

  • Ein Softwareroboter verarbeitet automatisch Rechnungen nach dem Eingang. Wenn nötig wird eine Papierrechnung vorher automatisch einscannt.
  • Anschließend überprüft ein Softwareroboter die Rechnung auf Fehler und gleicht die Daten mit der bestehenden Datenbank ab.
  • So läuft der Prozess der Rechnungsbearbeitung mit minimalen menschlichen Eingriffen ab.

Die Zukunft von RPA: Von der Automatisierung zur Hyper Automatisierung

Zwar arbeiten heute bereits Softwareroboter an verschiedenen Stellen im Unternehmen, die Zukunft der Technologie liegt aber nicht in der Automatisierung einfacher Routineaufgaben, sondern in der übergreifenden Automatisierung von Prozessen – auch Hyperautomatisierung genannt. Statt eines einzelnen statischen Schritts werden unternehmensübergreifende Prozesse betrachtet. Ein Beispiel ist zum Beispiel der Einkauf im Online-Shop.

  • Kunden melden sich an
  • Suchen Produkte und kaufen
  • Ein Bot prüft den Zahlungseingang
  • Ein Bot leitet die Bestellung an das Lager

Prozesse verstehen und abbilden durch Process Mining

Denkbar wird diese Form der End-to-End-Automatisierung erst durch eine andere Errungenschaft der Digitalisierung: Moderne Geschäftsprozesse sind komplex. Das klassische Prozess Mapping wird dem niemals vollständig gerecht und ist zudem aufwendig und teuer. Aber für eine Automatisierung dieses Prozesses müssen als Schritte genau abgebildet werden. Der Schlüssel dafür ist das sogenannte Process Mining.

Beim Process Mining werden Daten aus allen verfügbaren Systemen ausgewertet, um Geschäftsprozesse bis in kleinstes Detail exakt nachzubilden. Statt einer Konzeptualisierung eines Prozesses, die immer schematisch bleibt, erhalten Sie so einen lebendigen Querschnitt Ihrer Prozesse, wie sie in der Praxis real ablaufen.

Fazit: RPA ist die Zukunft

Intelligente prozessübergreifende Automatisierung wird die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Experten gehen davon aus, dass bis 2025 die Mehrheit der Unternehmen einen Beauftragten für Automatisierung eingestellt haben wird. Spätestens dann werden sich auch kleinere Unternehmen und technikfremde Branchen mit den Potenzialen der Technologie auseinandersetzen müssen. Innerhalb einzelner Branchen wird der Kostendruck durch effiziente Prozessautomatisierung wachsen, während sich branchenübergreifend immer mehr Kunden an die automatisierte Erfahrung gewöhnt haben werden. Um langfristig am Markt zu bestehen und sich als vorteilhaft zu positionieren, sollten Sie also heute damit anfangen, die Möglichkeiten von RPA zu erkunden und erste Projekte zu implementieren.

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